Teemischungen

Teemischungen sind für mich eine so wunderbare Möglichkeit, auf sehr unkomplizierte Weise die Kraft der Kräuter zu nutzen und zu genießen. Wenn man mal ein paar Grundregeln für ihre Herstellung weiß, sind die die Möglichkeiten schier endlos! 

Teemischungen mit Kräutern selbst herzustellen ist nicht schwer und sie sind einfach so herrlich wärmend, versorgen euch mit Mineralien und die Aromen und Farben tun einfach der Seele gut.

Teemischungen kann man mit frischen oder getrockneten Kräutern herstellen. Frische Kräuter sind im Bezug auf das Aroma, den Nährstoffgehalt und auch die Farbpracht , die man bekommt unschlagbar. Getrocknete Kräuter sind aber für mich auch sehr wichtig, denn so kann ich die Kräuter bevorraten, habe sie immer griffbereit und kann auch Pflanzenteile (z.B. Früchte und Blüten) mischen, die ich gar nicht gleichzeitig draußen finden würde.

Du kannst entscheiden, ob du die Mischung für einen bestimmten gesundheitlichen Effekt herstellen möchtest oder ob du einfach eine bunte Mischung an Kräutern haben möchtest, die deinen Organismus generell stärkt und die du täglich trinken kannst.

In meiner frischen Frühlingskräutermischung sind nur wilde Kräuter aus dem Garten, die jeder einfach momentan draußen finden sollte… und sie ist sooo lecker:

  • Brennessel
  • Löwenzahnblüten
  • Gänseblümchenblüten
  • Gundermann
  • Zitronenmelisse

Ich nehme für einen Liter Tee eine Hand voll frischer Kräuter. Dann überbrühe ich die Kräuter mit 80-90°C heißem, gefilterten Wasser. Ich lasse die Mischung mindestens 10 min ziehen. Mit geschlossenem Deckel, damit die ätherischen Öle nicht entweichen. Im Frühling mache ich mir jeden Morgen eine große Kanne dieses Tees und trinke ihn dann über den ganzen Tag. Mir schmeckt er übrigens auch kalt sehr gut.

Genieße die Kraft des Frühlings in der Teetasse!

Ich werde hier in nächster Zeit immer wieder Infos teilen, wie man ausgewogene und wohltuende Teemischungen herstellen kann. Schreibe gerne in den Kommentaren, welches Thema dich in dem Kontext interessiert .

Im Onlinekurs „Wildkräuter konservieren“ wird es übrigens auch weiteres Wissen dazu geben, wie man sich einen Vorrat an Tee-Kräutern anlegen kann um mit selbst gemischten Tees gut durch den Winter zu kommen! Zu dem Onlinekurs gibt es hier mehr Infos: KLICK

Gründonnerstagssuppe

(…auch gut an allen anderen Tagen des Jahres!)

Ich liebe es, mit Wildkräutern sehr simpel zu kochen. Wenige zusätzliche Zutaten, so dass das Aroma der Wildkräuter gut herauskommt und gerne solche, die ich sowieso zu Hause habe. …so lasse ich mich nicht davon abhalten, einfach schnell etwas zuzubereiten.⁠

Die diesjährige Gründonnerstagssuppe enthält 9 Wildkräuter. ⁠
Je eine Hand voll:⁠

Bärlauch⁠
Löwenzahn⁠
Brennessel⁠
Giersch⁠
Spitzwegerich⁠
Sauerampfer⁠
Gartenschaumkraut⁠
Labkraut⁠
Vogelmiere⁠

6 kleine Kartoffeln⁠
1/4 Sellerieknolle⁠
2 Knoblauchzehen⁠
200 ml Sahne (oder vegane Alternative)⁠

🌿 Knoblauch fein hacken⁠
🌿Kartoffeln und Sellerie in kleine Würfel schneiden⁠
🌿Kräuter fein hacken⁠

🌿 Knoblauch in gutem Öl glasig andünsten, Gemüse dazu geben und mit anbraten⁠
🌿 mit Wasser aufgießen ⁠
🌿 leicht köcheln lassen bis das Gemüse fast gar ist⁠
🌿 Kräuter dazugeben und 5 min weiterköcheln⁠
🌿 Sahne dazugeben und pürieren⁠
🌿 mit Salz und Pfeffer abschmecken⁠

Mit frischem Brot genießen!⁠

⁠Guten Appetit!!


Das Foto hat übrigens vor ein paar Tagen die wunderbare @carinaadam gemacht!

Cashewcreme mit Wunderlauch

Super einfaches, frühlingshaftes Rezept für eine cremige, weich-würzige Cashew-Creme. Vegan ist sie auch noch

Du brauchst:

  • 1 große Hand voll Wunderlauch oder Bärlauch
  • 4 Hand voll Cashewkerne
  • einen guten Schuss Olivenöl
  • 1 EL Tahini
  • 1 TL Salz (nicht 1 EL, wie auf dem Foto steht!) und etwas Pfeffer
  • am Besten alle Zutaten in Bio-Qualität.

Cashewkerne über Nacht einweichen lassen und das Wasser komplett abschütten. Bärlauch klein hacken.

Alle Zutaten zusammen mit einem Schuss Wasser in einen Hochleistungsmixer (z.B. Thermomix, Vitamix oder Nutribullet) geben und fein pürieren.

Über Nacht ziehen lassen lässt den Geschmack noch feiner und harmonischer werden!

Mit frischem Brot oder auch als Dip mit Gemüse genießen :).

Veganes Ceviche mit Wildrosensalz

Ceviche ist ein traditionelles südamerikanisches Gericht, das urpsrünglich mit rohem Fisch zubereitet wird und bereits aus präkolumbiansichen Zeiten stammt. Das Herzstück ist ein Dressing auf Basis von Limetten, welches als Tigermilch bezeichnet wird und dem große, gesundheitsfördernde Kräfte nachgesagt werden. Bei der Zubereitung des Ceviche werden die Eiweiße des Fischs durch die starke Säure denaturiert- ein Prozess, der dem des Kochens ähnlich ist. der Koch Yahir Barrios hat, inspiriert von meinem Wildrosensalz, für uns eine vegane Variante des Ceviche entwickelt, das erfrischend und kühlend und perfekt für den Sommer ist.

Die Aussprache ist übrigens „Sevítsche“

Zutaten

500 g Kohlrabi

280 g Erdbeeren

140 g Sü.kartoffeln

40 g rote Zwiebel

50 g Zitronensaft frisch gepresst

50 g Limettensaft frisch gepresst

20 g Wasser

20 g gutes Olivenöl

30 g frischer Ingwer, fein gerieben

6-7 g Wildrosensalz

einige Blättchen Koriander und/oder Minze

wenn gewünscht Chiliflocken

Zubereitung

Kohlrabi schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Mit 3 g Wildrosensalz mischen, gut einmassieren und 30 min ziehen lassen.

2. Erdbeeren halbieren oder vierteln, mit 2 g Wildrosensalz mischen und 15 min ziehen lassen.

3. Süßkartoffeln schälen, in Sticks von ca. 1 cm Dicke schneiden und ca. 15 kochen bis bissfest. Gut Abtropfen lassen.

4. Zwiebel schälen und in sehr feine Streifen schneiden. In eiskaltem Wasser (eventuell mit Eiswürfeln) für 20 min einlegen . Dann gut abtropfen lassen.

5. Zitronen-, Limettensaft und Wasser mischen, 1 g Wildrosensalz und Ingwer dazu. Nun den aus Kohlrabi und Erbeeren freigewordenen Saft auch zugeben.

6. In einer anderen Schüssel mischen: Zwiebeln, Sü.kartoffeln, Kohlrabi und Erdbeeren.

6. Zitronen-Limettendressing, eventuell ein paar Chiliflocken und am Ende Olivenöl dazugeben

6. Mit Koriander/Minze dekorieren

Genießen!

Heimische Moonmilk 🌛

Gerade war Neumond- eine wunderbare Gelegenheit dich mit einer Moonmilk zu verwöhnen.⁠

Moonmilk ist ein ayurvedisches Getränk, dass für einen guten Schlaf sorgen soll. Es kommt traditionell aus dem indischen Raum, wo es mit Ashgawanda (Schlafbeere) gemacht wird. Ich nutze nur noch Pflanzen, die in meinem Umfeld wachsen und habe daher eine Moon-Milk mit Lavendel (Lavandula angustifolia) ausprobiert. Den finde ich in meinem Garten und er ist eine der besten Pflanzen um das Einschlafen zu unterstützen. Das weiche Aroma harmoniert sehr gut mit einer cremigen Hafermilch. Ich gebe noch ein paar Mädesüßblüten (Filipendula ulmaria) dazu. Die haben so ein herrliches Bittermandelaroma und geben der Milch einen leichten Hauch von Vanille. Ich verfeinere die Milch am Ende noch mit einem Schuss Waldheidelbeer-Saft. Waldheidelbeeren (Vaccinium myrtillus) gehören zu unseren heimischen Superfoods. Sie sind herb und süßlich und voller guter Stoffe, die unsere Gesundheit unterstützen. Neben Vitamin C haben sie Gerbstoffe, Anthocyane (Antioxidantien), Pektin, Fruchtsäuren und viele Mineralien. achtet darauf, Waldheidelbeeren zu verwenden, sie unterscheiden sich von den Kulturheidelbeeren.⁠

Für 250 ml Hafermilch nehme ich ⁠
1 TL Lavendelblüten⁠
1 TL Mädesüßblüten

Milch mit Mädesüßblüten aufkochen und Lavendelblüten darin einige Minuten ziehen lassen. Dann abseihen und mit einem Milchaufschäumer etwas aufschäumen. Das macht die Milch noch cremiger.⁠
1 Schuss Waldheidelbeersaft dazu. Wer mehr Süße möchte, kann noch etwas Honig dazugeben. ⁠

Eine Stunde vor dem Schlafengehen trinken, dann schlaft ihr wie auf Wolken✨☁️.⁠