Wildes Brennessel-Dukkah

DAs wunderschöne Land auf dem ich wohne, beherbergt ein kleines Meer an Brennnesseln und gerade findest du draußen deren wertvollen Früchte. Sie enthalten nahrhafte Fettsäuren, Eiweiß, Vitamin E und Mineralstoffe. Nutze die letzten Tage, um dir einen kleinen Wintervorrat anzulegen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem nussig-würzigen Dukkah, das Suppen, Ofengemüse und frisches Brot veredelt?

Ergibt ein Schraubglas. Haltbar etwa 2 bis 3 Monate, kühl, dunkel und trocken lagern.

Zutaten

  • 3 EL Brennnesselfrüchte, getrocknet und von den Stängeln abgestreift
  • 4 EL Sesam
  • 3 EL Sonnenblumenkerne
  • 3 EL Haselnüsse (oder Walnüsse)
  • 1 EL Koriandersamen
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Meersalz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL getrockneter Thymian (optional)

Zubereitung

  1. Ernten und trocknen. Schneide die Fruchtstände der Brennnessel an sauberen, abgelegenen Plätzen ab (Handschuhe tragen). Lege sie 2 bis 3 Tage luftig auf Papier, bis sie trocken sind.
  2. Abstreifen. Streife die Früchte von den Stängeln. Siebe gröbere Stängelreste und Blättchen aus. Die Früchte brennen nach dem Trocknen kaum noch.
  3. Rösten. Röste Sesam, Sonnenblumenkerne und Haselnüsse einzeln in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze, bis sie duften (jeweils 2 bis 4 Minuten). Röste dann Koriander und Kreuzkümmel 1 Minute. Die Brennnesselfrüchte kommen nur 30 bis 60 Sekunden in die Pfanne.
  4. Zerstoßen. Lass alles abkühlen. Zerstoße zuerst Nüsse und Gewürze grob im Mörser, dann Sesam und Sonnenblumenkerne nur leicht, damit es krümelig bleibt.
  5. Mischen. Gib Brennnesselfrüchte, Salz, Pfeffer und Thymian dazu, vermische alles und fülle es in ein sauberes Glas.

Servieren: Tauche frisches Brot erst in Olivenöl, dann ins Dukkah. Es passt auch auf Ofenkürbis, Kartoffeln, Eier, Hummus oder als Topping auf Suppen.

Tipp: Die Früchte gehen auch unzerkleinert in Müsli, Brotteig oder Salat. Sammle nur, was du sicher als Brennnessel erkennst, und nur dort, wo nicht gespritzt wird oder Hunde unterwegs sind.

Hagebutten – Shrub

Hagebutten sind für mich der Herbst in Rot. Gerade leuchten sie an jedem Wegesrand, und ich komme kaum an einem Strauch vorbei, ohne ein paar einzusammeln. Aus ihnen mache ich gern einen Shrub, einen fruchtig-sauren Trinkessig. Er schmeckt herb und erfrischend und macht aus einem Glas Sprudelwasser im Handumdrehen etwas Besonderes. Im Winter ist er mit warmem Wasser aufgegossen auch ein wärmender Drink.

Ergibt ca. 500 ml

Zutaten
  • 300 g frische, reife Hagebutten
  • 300 ml Wasser
  • 120 g Honig
  • 200 ml naturtrüber Apfelessig
  • optional: 1 Zimtstange oder 3–4 Scheiben frischer Ingwer
Zubereitung
  1. Hagebutten vorbereiten
    Die Hagebutten waschen, Stiel- und Blütenansatz abschneiden und die Früchte halbieren.
  2. Hagebutten in einem sehr guten Mixer (z.B. Vitamin oder Nutribullet) mit den Flüssigkeiten pürieren
  3. Zerdrücken und abseihen
    Die Früchte durch ein feines Tuch passieren (zum Beispiel ein Passiertuch oder ein sauberes Geschirrtuch). So bleiben die Kerne und die kleinen juckenden Härchen im Tuch hängen. Gut ausdrücken, damit möglichst viel vom Fruchtmus durchkommt.
  4. Mit dem Honig vermischen
  5. Abfüllen und durchziehen lassen
    In zuvor sterilisierte Flaschen füllen und mindestens 3 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen. Dann runden sich Säure und Süße ab. Im Kühlschrank hält er sich mehrere Wochen.
So schmeckt er
  • Erfrischend: 2–3 EL Shrub auf ein Glas Sprudelwasser, mit Eiswürfeln und einem Zweig Rosmarin
  • Warm: mit heißem Wasser aufgießen, ein Winterdrink für kalte Abende
  • Festlich: mit Sekt aufgießen
  • Herzhaft: mit Olivenöl, Salz und etwas Senf zu einem fruchtigen Salatdressing verrühren

Schreib mir, wie dir der Shrub geschmeckt hat und womit du ihn am liebsten trinkst!

Weißdornketchup

Ein würzig-herbstlicher Ketchup aus reifen Weißdornfrüchten und Tomaten – besonders lecker zu Wildgerichten, veganen Würstchen oder gebackenem Käse. Schmeckt auch den Kids :)!

Zutaten

  • 2 Tassen Weißdornbeeren
  • 2 Tassen Tomaten (etwa das gleiche Gewicht wie die Weißdornbeeren)
  • ⅔ Tasse Apfelessig
  • ½ Tasse Wasser
  • ½ Tasse brauner Zucker
  • ½ Tasse Apfelsaft
  • ca. 1 TL Salz
  • Pfeffer
  • Kardamom
  • Zimt
  • Muskat
  • Ingwer
  • Lorbeerblätter
  • Olivenöl

Zubereitung

  1. Weißdorn vorbereiten
    Die Weißdornfrüchte von den Stängeln befreien und vorsichtig abspülen.
  2. Tomaten rösten
    Die Tomaten mit etwas Olivenöl, Pfeffer und Salz auf ein Backblech geben und bei 200 °C Ober-/Unterhitze etwa 15 Minuten im Ofen backen.
  3. Weißdorn kochen
    Weißdornfrüchte zusammen mit Wasser und Apfelessig in einen großen Topf geben und langsam zum Kochen bringen. Etwa 25 Minuten vor sich hin köcheln lassen.
  4. Kerne entfernen
    Wenn die Haut beginnt, sich von den Früchten zu lösen, die Mischung vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Anschließend durch ein Sieb drücken und die Kerne vom Fruchtmus trennen.
  5. Ketchup würzen
    Das kernlose Mus wieder in den Topf geben. Zucker und die Gewürze hinzufügen und alles erneut erhitzen. Den Ketchup etwa 5–10 Minuten köcheln lassen, bis er beginnt einzudicken und eine sirupartige Konsistenz erreicht.
  6. Mit Apfelsaft verfeinern
    Den Topf vom Herd nehmen und nach und nach den Apfelsaft unterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Dabei beachten: Der Ketchup dickt beim Abkühlen noch etwas nach.
  7. Abfüllen
    Den Ketchup abschmecken und anschließend in zuvor sterilisierte Flaschen abfüllen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Schreib mir, wie dir der Ketchup geschmeckt hat und womit du ihn am Liebsten kombinierst!

Brombeer-Crumble mit Buchweizenmehl

Momentan MUSS ich euch ein Rezept mit Brombeeren teilen… es gibt gerade Meere dieser süß-bitter-säuerlichen Früchtchen draußen- ich habe schon Kompott, Gelee und Chutney hergestellt. Die warten nun in meiner Kammer auf den Herbst. …aber dieser Crumble passt einfach am allerbesten zu der sommerlichen Stimmung an der wir so viele Tage im Garten verbringen und immer wieder mal jemand vorbeikommt um ein wenig zu quatschen. Was gibt es da Schöneres, als eine mal schnell etwas feines zum Naschen in den Ofen schieben zu können. Dieser Crumble ist so schnell gemacht und kann natürlich auch mit anderen Früchten zubereitet werden.

Für 4–6 Portionen

Zutaten

Für die Brombeeren

  • 500 g Brombeeren, frisch (alternativ auch TK)
  • 1 EL Kokosblütenzucker
  • 1 TL Dinkelmehl
  • optional: ½ TL Zimt

Für die Streusel

  • 80 g Dinkelmehl Type 630
  • 50 g Buchweizenmehl
  • 50 g Haferflocken
  • 45 g Kokosblütenzucker
  • 80 g kalte Butter, gewürfelt
  • 1 Prise Salz
  • ½ TL Zimt
  • optional: 30 g gehackte Walnüsse oder Mandeln

Zubereitung

  1. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Brombeeren mit Kokosblütenzucker und Dinkelmehl vermischen und in eine kleine Auflaufform geben.
  3. Für die Streusel Dinkelmehl, Buchweizenmehl, Haferflocken, Kokosblütenzucker, Salz und Zimt vermischen.
  4. Kalte Butter dazugeben und alles mit den Fingern zu groben, unregelmäßigen Streuseln verkneten. Nicht zu lange kneten.
  5. Streusel über den Brombeeren verteilen.
  6. 30–35 Minuten backen, bis die Früchte blubbern und die Streusel goldbraun sind.
  7. Vor dem Servieren etwa 10 Minuten abkühlen lassen.

Dazu passt sehr gut Vanillejoghurt oder -eis.

Auf einen schönen Sommer euch!

Lindenblüten-Serum

Zutaten

•40 ml Lindenhydrolat Sommerlinde

•10 ml Aloe-Vera-Saft

•5 ml pflanzliches Glycerin

Zubereitung

1.Lindenhydrolat in eine saubere Sprühflasche geben

2.Aloe Vera hinzufügen und mischen

3.Glycerin einrühren

4.gut schütteln und beschriften

Anwendung

•auf die trockene oder feuchte Kopfhaut sprühen

•sanft einmassieren

•nicht ausspülen

•ideal nach Sonne oder bei trockener Kopfhaut

Wirkung

•beruhigt gereizte Kopfhaut

•spendet Feuchtigkeit

•erfrischt bei Hitzeunterstützt ein ausgeglichenes Kopfhautgefühl