Immunstärkendes Holunderelixier

Holunderbeeren enthalten viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Sie gehören zu den wichtigsten immun-stärkenden Pflanzen, die wir bei uns finden. Sie wirken außerdem anregend auf den Stoffwechsel und halten unser Herz-Kreislaufsystem gesund. Verschiedene zugefügte Gewürze verstärken die antibakterielle Wirkung noch zusätzlich. Im Herbst stelle ich mir jedes Jahr ein Holunderelixier her, das mich treu durch den Winter begleitet. Ich trinke ein kleines Gläschen morgens davon- besonders wenn sich eine Erkältung anzubahnen scheint… und komme so immer sehr gesund durch die kalte Jahreszeit.

Die Herstellung ist einfach. Das Rezept kann nach Geschmack auch abgewandelt werden. Ihr könnt es auch mit anderen Gewürzen ausprobieren oder die Mengen nach eurem Geschmack anpassen. Ich süße das Elixier bei der Herstellung nicht, sondern gebe dann manchmal Honig dazu, wenn ich es trinke. Ich mag aber auch die ungesüßte, leicht herbe Version gerne.

Herstellung des Holunderelixiers:

Zutaten

1 kg Holunderbeeren

gefiltertes Wasser/gutes stilles Wasser

3 Nelken

2 Zimtstangen

einige Pfefferkörner

einige Pimentkörner

1 getrocknete Chilischote

Zubereitung

 Holunderbeeren in einen Topf geben. Wasser dazugießen bis etwa zur halben Höhe der Holunderbeeren. Gewürze hinzugeben.

–  Kochen lassen, bis die Holunderbeeren  zusammenfallen. Umrühren und Beeren hinunterdrücken, so dass sie alle in die Flüssigkeit gelangen. Ca. 20 min.

– Durch ein Sieb geben und die Flüssigkeit auffangen. Die verbleibende Holunderbeer-Gewürzmischung durch ein Passiertuch dazupressen.

Aufbewahren: in kleinen Portionen (Eiswürfelform) einfrieren und bei Bedarf einzeln auftauen.  So bleiben die Vitamine am Besten erhalten.

Alternativ: Flüssigkeit erneut aufkochen und in sterilisierte Fläschchen füllen.

Das Elixier kann nach Geschmack noch gesüßt werden. Am Besten mit Honig

Holunderbeeren-Zwetschgen-Chutney

Oh wie ich den Herbst liebe! …mit all den wunderbaren Früchten, die er uns bringt! Zwei meiner Liebsten sind Zwetschgen und Holunderbeeren. Ich koche sie jedes Jahr zu einem würzigen Chutney ein. Es ist traumhaft würzig und gleichzeitig fruchtig, süß und gleichzeitig sauer… eine Reise durch die Welten des Geschmackes.

Ich portioniere es in kleineren Gläschen- so begleitet mich der Vorrat durch den ganzen Winter. Am Liebsten esse ich es zu Käse. Entweder zu heißem, cremigen Back-Camembert oder auch zu gutem Käse aufs Brot.

Hier teile ich mein Lieblingsrezept mich euch:

Zutaten für 800 ml

0,5 kg Zwetschgen

0,5 kg Holunderbeeren

100 g rote Zwiebeln


50 g 
getrocknete Äpfel

200 g brauner Zucker

200 ml 
Orangensaft


300 ml 
Weißwein- oder Apfelessig


1 TL 
Senf


1 TL 
Chilipulver


5 
Wacholderbeeren


1 TL 
gemahlener Kardamom


2 TL 
Ingwerpulver


2 
Lorbeerblätter


0,5 TL 
Zimt

evtl Apfelpektin zum Eindicken

Honig

Zubereitung

– Zwetschgen in kleine Stücke schneiden,  Zwiebeln kleinwürfeln,  getrocknete Apfelstücke kleinschneiden.  Holunderbeeren von den Dolden sammeln. (Das geht sehr gut, indem man sie mit einer Gabel „abkämmt“). Beiseite stellen.

– in einer hohen Pfanne den Zucker unter ständigem Rühren zu einer zähen Masse karamellisieren lassen, dann mit dem Orangensaft und Essig ablöschen. Manchmal löst sich  das Karamell nicht gleich vollständig, es verkocht sich aber im weiteren Verlauf.

–  nun Zwetschgen, Holunderbeeren, Äpfel und Zwiebeln sowie Gewürze dazugegeben.

– unter ständigem Rühren 20 Minuten köcheln lassen. Danach mit Honig abschmecken.

– möchte man das Chutney weniger stückig, kann man zunächst die Lorbeerblätter entfernen und danach das Chutney pürieren. Falls gewünscht, etwas Apfelpektin zum Eindicken zugeben.

– heiß in sterilisierte Gläser füllen. Am Besten schmeckt das Chutney, wenn man ihm einige Wochen zum Durchziehen lässt

Waldmeistersirup

Oh ja! Es ist soweit!! Waldmeisterzeit!

Diese kleinen hübschen Waldbewohner aus der Familie der Rötegewächse haben eine ganz besondere Magie und einen ganz besonders charakteristischen Geschmack. Das Aroma entsteht hauptsächlich durch die enthaltenen Cumarine. Es versetzt mich unmittelbar in die Welt meiner Kindheit, wo es an den sonnendurchwärmten Tagen im Garten meiner Tante immer kühle Waldmeisterlimonade aus einem großen Tonkrug gab, in dem die Eiswürfel so schön geklirrt haben.

Das Rezept hierfür möchte ich mit euch teilen. Ich habe die traditionelle Version mittlerweile etwas abgewandelt und verwende gerne Birkenzucker statt weißem Zucker. Birkenzucker belastet den Insulinspiegel nicht, schützt vor Karies und hat auch weniger Kalorien. Birkenzucker schmeckt sehr ähnlich wie weißer Zucker und kann im gleichen Mengenverhältnis verwendet werden.

Der Waldmeister muss vor der Blüte geerntet werden! Danach steigen die Gehalte an Cumarinen an, so dass es schnell zu Kopfschmerzen und Übelkeit kommen kann.

Die Zutaten für den köstliche Trank sind:

  • 600 g Birkenzucker, Bio-Qualität
  • 600 ml (gefiltertes) Wasser
  • ½ unbehandelte, heiß gewaschene Bio-Zitrone
  • 1 Handvoll Waldmeister

Die Zubereitung:

-Waldmeister 2 Tage antrocknen lassen. So entfaltet sich das Aroma deutlich besser.

– Zucker mit Wasser aufkochen, bis der Zucker gelöst ist

– Zitronenscheiben und Waldmeister in den Topf geben

– mit Deckel ca. 3 Tage an einem eher warmem aber dunklen Ort ziehen lassen. Ab und zu umrühren. Abfiltern.

– Der Sirup kann direkt falls gewünscht, nochmal ein paar Minuten aufgekocht werden. Dann in sterilisierte Flaschen füllen. (Flaschen zum Sterilisieren z.B. mit kochendem Wasser befüllen und ca. 20 min stehen lassen). So ist er länger haltbar.

Er kann aber auch direkt genossen werden- so bleiben die Vitamine am Besten erhalten.

Für Limonade am besten mit kühlem Sprudelwasser aufgießen und mit ein paar Eiswürfeln servieren. Der Sirup kann auch zur Herstellung von Süßspeisen, Torten, Cremes oder Maibowle verwendet werden.

Wiesenlimonade

Wir hatten ein herrliches Wochenende auf den Wiesen und in den Wäldern Brandenburgs- und natürlich habe ich bei solchen Gelegenheiten immer mein Sammelkörbchen dabei, um ein paar Wildpflanzen mitnehmen zu können. Dieses Mal ist daraus eine Wilde Wiesenlimonade geworden.

Hierfür habe ich erstmal einen Sirup hergestellt. Ich habe dafür Labkraut und Brennesselblätter, ein paar Flieder-, Löwenzahn und wenige Vergissmeinnichtblütenblüten verwendet. Wer zu einer anderen Jahreszeit unterwegs ist und andere essbare aromatische Arten zur Verfügung hat, kann die Wildpflanzen aber auch nach Belieben ersetzen.

Die Zutaten sind:

  • 2 gute Handvoll Wildpflanzen
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 kg Zucker
  • 1 l Wasser
  • 1 großes Einmachglas (2l)

Die Zubereitung geht einfach. Das Wichtigste ist, dass man auf sehr sauberes Arbeiten achtet, denn dann kann man den abgefüllten Sirup noch einige Monate aufbewahren und immer wieder davon naschen.

  1. Das Einmachglas sterilisieren: mit kochendem Wasser füllen und einige Minuten stehen lassen. Dann mit den Wildpflanzen befüllen.
  2. Wasser und Zucker aufkochen, bis der Zucker gelöst ist. Dann über die Kräuter gießen.
  3. 3 Tage zugedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen.
  4. Abseihen und Zitronensaft dazugeben.
  5. Nun kann der Sirup direkt verwendet werden- so bleiben die Vitamine und Mineralstoffe am Besten erhalten. Wer den Sirup Aufbewahren will, kann ihn nochmal für wenige Minuten aufkochen lassen und dann in wieder in das (erneut sterilisierte) Einmachglas füllen.

Dann mit Sprudelasser aufgießen und in der Sonne auf Eis genießen!

Erdbeerkombucha

Kombuchabrauen mit wilden Pflanzen

Ich liebe Hagebutten, sie sind für mich die Prinzessinnen unter den wilden Pflanzen. Zu jeder Jahreszeit sind sie so schön und elegant anzusehen. Im Geschmack sind sie unverwechselbar säuerlich-fruchtig. ⁠⠀
Ich sammel sie jedes Jahr im Herbst und trockne sie, so dass ich sie über das Jahr hinweg als Vitamin C-reichen Tee zubereiten kann. Es lohnt sich! Der Geschmack ist unvergleichlich besser als von gekauftem Tee.⁠⠀

Diesen Tee habe ich nun als Basis für einen sommerlichen Kombucha verwendet.

Erdbeeren sind genau wie Hagebutten Rosengewächse und vertragen sich geschmacklich ganz hervorragend miteinander. Deswegen habe ich Erdbeeren zur sekundären Fermentation verwendet. ⁠⠀


1. Kombucha herstellen: starken schwarzen Tee kochen, starken Hagebuttentee kochen. 1:1 in einem weithalsigen 2-Liter Gefäß mischen und braunen Zucker dazugeben. SKOBY drauf, mit einem Baumwolltuch abdecken und ca. 3 Tage bei Raumtemperatur stehen lassen. 
2. Sekundäre Fermentation: Hausgemachtes Erdbeermus und Zucker zusammen dem fertigen Kombucha zufügen und nochmal 1-3 Tage warten. ⁠Wenn man hierbei das Gefäß fest verschlossen hält, dann bildet sich durch den Gärungsprozess natürliche Kohlensäure und man erhält ein spritziges Getränk.
3. Am Besten in der Sonne und auf Eis genießen⁠.⠀

Wer noch keinen SKOBY hat, kann ihn zum Beispiel über Edible Alchemy (https://ediblealchemy.co/store/?product-page=2) kaufen.